Osteuropakompetenz an der UZH

Folgende Angaben bieten eine kurze Übersicht über die Geschichte Osteuropas an der Universität Zürich, die Lehre und Forschung zu Osteuropa in den verschiedenen Disziplinen und das interdisziplinäre Studienprogramm Osteuropastudien, das vom Historischen Seminar und dem Slavischen Seminar getragen wird.

Geschichte Osteuropas an der Universität Zürich

Osteuropa hat an der Universität Zürich eine lange Tradition. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg unterrichteten auf Osteuropa-spezialisierte Privatdozenten zu verschiedenen Themen der osteuropäischen Geschichte. 1971 wurde ein Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte als eigene Abteilung am Historischen Seminar der Universität Zürich gegründet, nachdem bereits zehn Jahre vorher ein Lehrstuhl für Slavische Philologie eingerichtet und gleichzeitig das Slavische Seminar gegründet worden war.

Geschichte des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Zürich

Geschichte des Slavischen Seminars an der Univerität Zürich

Osteuropa in den verschiedenen Disziplinen

Die Abteilung für Osteuropäische Geschichte umfasst derzeit nebst dem Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte (Prof. Dr. Nada Boškovska) eine SNF-Förderungsprofessur (Prof. Dr. Ekaterina Emeliantseva-Koller) und eine Titularprofessur für Osteuropäische Geschichte (Prof. Dr. Jeronim Perović). Damit gehört die Abteilung für Osteuropäische Geschichte zu den wichtigsten deutschsprachigen Einrichtungen für die Erfoschung der Geschichte Osteuropas.

Dasselbe gilt für das Slavische Seminar, das mit seinen Professuren in Slavistischer Sprachwissenschaft (Prof. Barbara Sonnenhauser), Slavistischer Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Sylvia Sasse) sowie der Assistenzprofessur für Interart Osteuropa (Prof. Dr. Dorota Sajewska) das grösste Slavistik-Zentrum in der Schweiz darstellt.

Zu Osteuropa wird an der Universität Zürich vereinzelt auch an anderen Lehrstühlen geforscht und gelehrt. So bildet die Erforschung post-sozialistischer Transformationen namentlich in den zentralasiatischen Staaten einen Schwerpunkt des Lehrstuhls für Ethnologie (Prof. Dr. Peter Finke) am IInstitut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft.

Studienprogramm Osteuropastudien

Seit 2007 besteht mit den Osteuropastudien, die vom Historischen Seminar und dem Slavischen Seminar getragen werden, die Möglichkeit, die Fächer Osteuropäische Geschichte sowie Slavische Literatur- und Sprachwissenschaft im Rahmen eines Studienprogrammes zu kombinieren. Darüber hinaus können osteuroparelevante Veranstaltungen anderer Disziplinen absolviert werden. Das Studienprogramm soll den Studierenden nebst der Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten umfassende und gleichzeitig vertiefte Kenntnisse von Geschichte, Politik, Sprache, Literatur und Kultur Osteuropas vermitteln. Es soll sie befähigen, auf dieser Grundlage die aktuellen Entwicklungen im europäischen Osten einzuschätzen. Das Studienprogramm «Osteuropastudien» führt zu Qualifikationen, die u.a. in den Bereichen Medien, Journalismus, Verlags- und Übersetzungswesen, kulturelle Institutionen und Dienstleistungen, diplomatischer Dienst, Verwaltung, soziale Dienste, NGOs eingesetzt werden können.