CEES-Lehrveranstaltungen

Folgende Lehrveranstaltungen konnten mit Mitteln des CEES finanziert werden:

HS2020: Russian Strategic Culture and Foreign Policy: Change and Continuity (Dmitry Adamsky)

Dmitry Adamsky: Russian Strategic Culture and Foreign Policy: Change and Continuity (BA Kolloquium), Termine nach Vereinbarung

HS2020: Erdöl, Macht und Modernisierung: Russland in der globalen Energiegeschichte (Jeronim Perović)

Jeronim Perović: Erdöl, Macht und Modernisierung: Russland in der globalen Energiegeschichte (Vorlesung), Mittwochs, 10:15-12:00 Uhr

 

FS2020: Vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden: Russland, der Westen und die Sicherheitsordnung in Europa (Jeronim Perović)

Jeronim Perović: Vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden: Russland, der Westen und die Sicherheitsordnung in Europa (BA Seminar), Donnerstags, 12:15-13:45 Uhr
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Die Hoffnungen, dass sich nach der «Wende» von 1989/91 eine neue, umfassende Sicherheitsordnung in Europa einstellen würde, zerschlugen sich schnell. Russland sah sich durch die Osterweiterung der Nato bedroht. Dieses Seminar befasst sich mit der Frage, welche Vorstellungen einer sicherheitspolitischen Neuordnung für Europa nach dem Ende des Kalten Krieges vorherrschten, und wie erklärt werden kann, dass sich die Beziehungen zwischen dem «Westen» und Russland derart verschlechterten. Dieses Seminar stützt sich bei der Analyse hauptsächlich auf unlängst publizierte Archivdokumente, vor allem Gesprächsakten, die einen tiefen Einblick in damalige Perspektiven und Deutungen der namhaften Akteure erlauben.

 

HS2019: Die Neuordnung Europas: Vom Mauerfall zur Osterweiterung der NATO (Jeronim Perović)

Jeronim Perović Die Neuordnung Europas: Vom Mauerfall zur Osterweiterung der NATO (MA-Seminar), Donnerstags, 12:15-13:45 Uhr
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Dieses Seminar untersucht, welche divergierenden Vorstellungen einer sicherheitspolitischen Neuordnung für Europa nach der Zäsur von 1989/91 vorherrschten. Dabei interessieren insbesondere die Wahrnehmungen namhafter politischer Akteure in den USA, in Russland und in der Bundesrepublik Deutschland in den späten 1980er und den 1990er Jahren. Dieses Seminar stützt sich bei der Analyse hauptsächlich auf unlängst publizierte Archivdokumente, vor allem Gesprächsakten, die einen tiefen Einblick in damalige Perspektiven und Deutungen erlauben.

 

FS2019: Post-Soviet Central Asia: History, Politics, Society (Eliza Isabaeva)

Eliza Isabaeva Post-Soviet Central Asia: History, Politics, Society
(BA-Seminar), Sa 10:15-13:00, Sa 14:30-17:30, 23.2. bis 16.3.
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This is a multi-disciplinary course, including studies from the fields of anthropology, history, geography and political science. It will introduce students both to the fluid political-geographic concept of Central Asia as well as to the historical and cultural dimensions of this vast region.The Soviet definition of Central Asia encompassed the five “Stan” countries: Kazakhstan, Kyrgyzstan, Uzbekistan, Turkmenistan and Tajikistan. The course is aimed to familiarize students with both universal and divergent factors among Central Asians based on phenomena such as human migrations, cross-cultural influences, historical events and economic organization based on local ecology and natural boundaries.

 

FS2019: Umkämpfte Vergangenheit: Geschichtspolitik und Geschichtsschreibung in Osteuropa (Jeronim Perović)

Jeronim Perović: Umkämpfte Vergangenheit: Geschichtspolitik und Geschichtsschreibung in Osteuropa (BA-Seminar), Do 12.15–13.45 Uhr.
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Seit dem Ende des Systemwechsels in Osteuropa 1989/91 lässt sich die Tendenz beobachten, dass nationale Eliten bestimmte Mythen und Bilder der Vergangenheit zum Ausbau ihrer Herrschaft und zur Herstellung eines gesellschaftlichen Konsenses bemühen. Der Prozess der Nationsbildung erfolgt dabei oft nicht in einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, sondern in der Gegenüberstellung und Abgrenzung der nationalen Geschichte von der Geschichte des Anderen. Konkurrierende Interpretationen der Vergangenheit können dann Konfliktpotential enthalten, wenn die Politik Geschichte gezielt instrumentalisiert, um eigene nationale Ansprüche über diejenigen anderer Staaten und Nationen zu stellen. Dieses Seminar geht den komplexen Zusammenhängen von Geschichtspolitik, Nationsbildung und Konflikten im Fall Osteuropas nach. Ein Schwerpunkt bildet die Analyse der Geschichtspolitik und der nationalen Geschichtsschreibung in Russland, in der Ukraine und in den südkaukasischen Staaten.

FS2018: Russische Aussenpolitik seit 1991: Sicherheit, Identität und nationale Interessen (Philipp Casula)

Philipp Casula: Russische Aussenpolitik seit 1991: Sicherheit, Identität und nationale Interessen (BA-Seminar), Mi 16–18 Uhr

Mit der Annexion der Krim 2014 und dem militärischen Eingreifen in Syrien ist die russische Aussenpolitik wieder in aller Munde. Galt Russland in den 1990er Jahren als militärisch zu schwach und politisch zu instabil, hat sich die Situation seit Machtantritt Putins vordergründig geändert: Russland, so die landläufige These, hat wieder eine Rolle als internationaler Akteur eingenommen. In diesem Narrativ gibt es einen doppelten Bruch: Es ist die Geschichte einer Zuwendung und Abwendung zum Westen, einer Zuwendung nach 1991 und einer neuerlichen Abwendung nach 1999. In diesem Seminar soll diese These mithilfe von Schlüsselbegriffen der Soziologie der Internationalen Beziehungen - Sicherheit, Identität und Interessen – aufgebrochen und verschoben werden. Im Fokus steht eine Genealogie der russischen Aussenpolitik nach 1991, die sowohl Kontinuitäten als auch Brüche herausarbeitet und dabei die Perspektive jenseits der Beziehungen zum Westen verschiebt.

FS2018: Der "Ostblock": Entstehung, Bestand, Zerfall (Jeronim Perović)

Jeronim Perović: Der "Ostblock": Entstehung, Bestand, Zerfall (BA-Kolloquium), Do 12.15–13.45 Uhr

Im Zentrum dieser Lehrveranstaltung steht der "Ostblock". Wir spüren den Entwicklungen nach, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Formierung des "sozialistischen Lagers" unter sowjetischer Ägide geführt haben, analysieren, wie sich das Innenleben der Ostblockstaaten und die Zusammenarbeit unter ihnen im Kalten Krieg konkret ausgestaltet haben und versuchen zu verstehen, weshalb es Ende der 1980er zur Auflösung des Blocks und danach der Sowjetunion gekommen ist.

HS2017: Öl, Gas und Pipelines: Eine Globalgeschichte Russlands im 20. Jahrhundert (Jeronim Perović)

Jeronim Perović: Öl, Gas und Pipelines: Eine Globalgeschichte Russlands im 20. Jahrhundert (MA-Seminar), Do 12.15–13.45 Uhr

Dieses Seminar untersucht den energetischen Entwicklungsweg Russlands in seinen globalen Bezügen. Im Zentrum stehen dabei die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas: Erdöl war seit der frühen Sowjetzeit nicht nur zur Treibstoffgewinnung und für den Unterhalt der Armee wichtig, sondern hatte auch als Exportgut grosse Bedeutung. Erdgas stieg in der späteren Sowjetzeit zum wichtigsten primären Energieträger auf; der Transport von Erdgas aus Sibirien nach Europa schuf zudem energetische Abhängigkeiten, die bis heute die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und Russland strukturieren und grossen Einfluss auf die Ausgestaltung der russischen Aussenpolitik haben.